Richtig gießen im Sommer

Ein ausgetrockneter Boden kann Wasser nur begrenzt aufnehmen: Es rinnt oberflächlich ab, statt einzusickern. Gieße daher nach kürzerem Regen gleich nach. Dadurch dringt das Wasser tiefer in den Boden ein. Die Wurzeln folgen nach und die Gräser werden stärker. Gieße deinen Rasen dabei intensiv, dann hält sich die Feuchtigkeit länger und tiefer.

Wichtig beim Gießen ist auch die richtige Tageszeit. Die Tropfen auf Halmen oder Blättern wirken in Kombination mit starker Sonneneinstrahlung wie Linsen. Sie bündeln das Licht und können dadurch Pflanzenteile verbrennen. Gieße daher am besten früh am Morgen, oder auch später am Abend.

Rasenmähen im Sommer

Zu häufiges Mähen im Hochsommer macht den Rasen anfälliger gegen Hitze: Zu kurze Halme können den Boden nicht beschatten und er trocknet schneller aus. Verwende außerdem immer scharfe Klingen, damit die Gräser beim Schnitt nicht ausfransen oder gar ausgerissen werden.

Vertikutieren

Vertikutieren ist prinzipiell vom Frühjahr bis in den Herbst möglich. Vor allem schlecht durchlüftete, lehmige Böden und schattige Bereiche im Garten neigen zu mehr Rasenfilz. Wenn du solche Flächen vertikutierst, verbesserst du die Sauerstoffversorgung deines Rasens und förderst damit ein gesundes Wachstum der Gräser.

So funktionierts:

  1. Mähe die Gräser auf ca. zwei Zentimeter Halmlänge ab.
  2. Führe den Vertikutierer zuerst längs, dann quer überden Rasen(bereich). Falls dadurch kahle Stellen entstehen, kannst du dort Rasensamen verteilen.
  3. Liegt dein Rasen auf einem schweren Boden mit hohem Lehmanteil, trage nach dem Vertikutieren eine ein bis zwei Zentimeter dicke Schicht Bausand auf. Dadurch wird der Boden aufgelockert und kann Sauerstoff besser aufnehmen.
  4. Schone die vertikutierten Rasenbereiche zwei bis drei Wochen, indem er nicht zu häufig betreten wird.